Kind auf Sommerfest im Waldorfkindergarten Gummersbach

Die Corona-Zeit stellt uns alle vor ungeahnte Herausforderungen, denen wir begegnen und mit denen wir umgehen müssen. Es ist für die Erzieher*innen, Eltern und vor allem auch für die Kinder ein kräftezehrendes Hin und Her. Es konnte endlich wieder ein eingeschränkter Regelbetrieb aufgenommen werden. Selbstverständlich trafen und treffen wir zur Verringerung von Infektionsrisiken bezogen auf das SARS-CoV-2 Virus geeignete Vorkehrungen zur Einhaltung der allgemeinen Hygiene- und Infektionsschutzregelungen (AHA-Regelungen, regelmäßiges Lüften etc.). 

Aktuell haben -  außer während der Bring- und Abholzeiten - zum Kindergarten nur Personen Zutritt, die vollständig immunisiert bzw. getestet sind (3G). Dies gilt auch für Veranstaltungen wie Elternabende und Aktionstage. Wir bitten um unaufgeforderte Vorlage eines entsprechenden Nachweises, diese Daten werden dokumentiert, für einen Zeitraum von drei Wochen zur eventuellen Kontaktkettenverfolgung verwahrt und im Anschluss aus datenschutzrechtlichen Gründen wieder vernichtet.

Es gilt weiterhin, das Abstandsgebot zu wahren und den Aufenthalt von Eltern außerhalb der Eingewöhnungszeit in den Gruppenräumen zu vermeiden. 

Wir achten verstärkt darauf, dass Kinder mit Krankheitssymptomen über einen einfachen Schnupfen hinaus zu Hause betreut werden sollen. 

Eine medizinische Maske (oder FFP2-Maske) muss in Innenräumen getragen werden. Dies gilt vorrangig für die Bring- und Abholsituation. 

Es gibt Ausnahmen zur Maskenpflicht, die wie folgt gelten:

für Kinder bis zum Schuleintritt,

für immunisierte und getestete Beschäftigte bei der Betreuung der Kinder,

zur Aufnahme von Speisen und Getränken bei Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern bzw. bei Aufnahme der Speisen an festen Plätzen,

während Bewegungsangeboten (soweit erforderlich) bzw. in bestimmten Angeboten, wenn das Tragen einer Maske mit den pädagogischen Erfordernissen nicht vereinbar ist (z. B. bei der Sprachbildung),

bei Personen, die vom Tragen einer Maske aus medizinischen Gründen befreit sind,

 

bei Sitzungen von Elternmitwirkungsgremien, wenn die Coronaschutzverordnung eine Ausnahme von der Maskenpflicht vorsieht.

Außer Kindern bis zum Schuleintritt ist, wie oben bereits erwähnt, aktuell nur für immunisierte oder getestete Personen die Teilnahme an Angebote und Zusammenkünften in unseren Räumlichkeiten gestattet. Die Testpflicht für nicht immunisierte Beschäftigte gilt als erfüllt, wenn sie zweimal wöchentlich an einer Beschäftigtentestung teilnehmen, die wir bei uns seit Ende August 2021 gemäß Corona-Test-und-Quarantäneverordnung durchführen.

Zum Vorgehen, falls bei einem*r Mitarbeiter*in oder Kind eine mittels PCR-Test bestätigte SARS-CoV-2-Infektion vorliegt, verweisen wir auf die aktuell gültige Coronabetreuungsverodnung. Derzeit ist dort geregelt, dass sich dann an den folgenden 14 Tagen alle Kinder und nicht immunisierte Beschäftigten drei mal pro Woche testen lassen müssen, erstmalig vor dem ersten Besuch der Einrichtung. Die Eltern versichern jeden erfolgten Test schriftlich auf einem von der Leitung bereitzustellenden Formular, welches nach 14-tägiger datenschutzkonformer Aufbewahrung anschließend vernichtet wird.

 

Es ist aktuell von zentraler Bedeutung, dass Hygieneregeln, die bereits seit langem selbstverständlicher Bestandteil und grundlegend zu den Bildungs- und Erziehungsthemen in unserer pädagogischen Konzeption enthalten sind, verlässlich eingehalten werden (alters- und entwicklungsentsprechende Verhaltensregeln z.B. Husten- und Niesetikette, sich nicht gegenseitig ins Gesicht fassen, Abstand halten, Händewaschen etc.). Dies erfolgt in der Regel durch gemeinsames Händewaschen von Personal und Kindern (Vorbild/Nachahmung). 

Je jünger die Kinder sind, umso wichtiger sind Nähe und Körperkontakt. Kinder brauchen die beziehungsvolle Nähe zu ihren vertrauten Betreuungspersonen und das vor allem in dieser auch für sie schwierigen Zeit. Es ist bei der Betreuung von (kleineren) Kindern nicht möglich, einen Abstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten. Es gibt Körperkontakt in Pflege- und Ankleidesituationen, Kinder brauchen Körperkontakt zur Beziehungs- und Bindungssicherheit, vor allem auch in Krisensituationen, und besonders sehr junge Kinder benötigen die Kommunikation über Körpersprache einschließlich Mimik. Das Abstandsgebot kann damit nicht so beachtet werden, dass es einen effektiven Schutz darstellt.

Der Einsatz von Mund-Nasen-Bedeckung oder weitergehender Schutzmasken für Kinder wird unter Hinweis auf Gefahren durch unsachgemäßen Gebrauch (Kinder tauschen Mund-Nasen-Bedeckung etc.) und der damit eher einhergehenden Risikoerhöhung ausdrücklich abgelehnt. Unser waldorfpädagogisches Konzept setzt besonders in den ersten Lebensjahren auf das Motto: „Die Welt ist wahr, schön und gut.“ Vor allem aus diesem Grund vermeiden wir möglichst  jede möglicherweise angsteinflößende Handlung, so auch das Tragen von Masken von Bezugspersonen. Es ist jedoch den Pädagog*innen freigestellt, eine Maske zu Tragen, wenn es ihnen das Gefühl von Sicherheit vermittelt.

Ein besonderes Augenmerk legen wir auf die Stärkung der partnerschaftlichen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Eltern. Zu berücksichtigen ist dabei, dass die Familien in den zurückliegenden Monaten evtl. starken Belastungen unterlegen waren und die Rückkehr bzw. der Eintritt der Kinder in den Kindergarten vielfach emotional sowohl mit Gefühlen der Entlastung, aber auch Sorgen oder Ängsten über mögliche Infektionsgefahren verbunden ist.

Deshalb möchten wir stets möglichst frühzeitig mit den Eltern anstehende Änderungen des Kindergartenbetriebes in den Austausch kommen und ihnen transparente Informationen über den Ablauf des Betreuungsalltages an die Hand geben.

Es ist uns sehr wichtig, die Familien und die Kinder darin zu unterstützen, ein Stück „Normalität“ und Struktur in dieser bereits seit so langem veränderten Situation zu finden und gemeinsam einen neuen Alltagsrhythmus zu entwickeln. 

 

Viele Grüße von Vorstand und Kollegium des Waldorfkindergartens