Kind auf Sommerfest im Waldorfkindergarten Gummersbach

 

Schrittweise Öffnung der Kindertagesbetreuung

Die Corona-Zeit stellt uns alle vor ungeahnte Herausforderungen, denen wir begegnen und mit denen wir umgehen müssen. Umso mehr freuen wir uns, dass nach der Zeit der Notbetreuung so mit und mit wieder ein eingeschränkter Regelbetrieb aufgenommen werden kann. 

Alle Kinder haben ab dem 8. Juni grundsätzlich wieder einen – durch die Maßgaben des Infektionsschutzes allerdings eingeschränkten – Anspruch auf Bildung, Betreuung und Erziehung in einem Angebot der Kindertagesbetreuung. Aufgrund der nach wie vor bestehenden Pandemie soll die Betreuung unter Maßgaben des Infektionsschutzes grundsätzlich in eingeschränktem Umfang angeboten werden. Die nachfolgenden Rahmenbedingungen gelten zunächst bis zum 31. August.

In Orientierung an den Betreuungsverträgen mit einem Umfang von jeweils 25, 35 oder 45 Stunden und in Anlehnung an das KiBiz sind dies in Kindertageseinrichtungen in Bezug auf den zeitlichen Betreuungsumfang 15, 25 und 35 Stunden wöchentlich. Damit reduziert sich der Betreuungsumfang für jedes Kind um 10 Wochenstunden. 

Die Kinder sollten immer nur von einem Elternteil bzw. einer Betreuungsperson, ggf. auch abwechselnd, gebracht und abgeholt werden. 

Insgesamt sollte die Situation zeitlich und räumlich entzerrt werden. Leider ist es uns räumlich und organisatorisch nicht möglich, verschiedene Zugänge zum Kindergarten zu bieten, so dass der Garderobenbereich zum Bringen und Abholen genutzt werden muss. Hier ist dann das Abstandsgebot zu wahren und es dürfen sich, um dies zu ermöglichen, maximal vier Personen mit Kind dort aufhalten. Ein Aufenthalt der Eltern ist (außer während der Eingewöhnungszeit) in den Gruppenräumen zu unterlassen. 

Kinder dürfen generell nicht betreut werden, wenn sie Krankheitssymptome aufweisen. Die Art und Ausprägung der Krankheitssymptome sind dabei unerheblich. Kinder dürfen zudem nicht betreut werden, wenn Elternteile bzw. andere Personen aus häuslicher Gemeinschaft Krankheitssymptome von COVID-19 (insbesondere Geruchs- und Geschmacksstörungen, Fieber, Husten, Halsschmerzen) aufweisen. Die Art und Ausprägung der Krankheitssymptome sind dabei unerheblich. Eine Betreuung ist auch ausgeschlossen, wenn die Kinder, Elternteile oder andere Personen aus häuslicher Gemeinschaft Kontakt mit Personen hatten, die akut mit SARS-CoV-2 infiziert sind. 

Die Eltern erklären einmalig schriftlich, dass sie ihre Kinder nur bringen, wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind. Kinder, die während der Betreuung Krankheitssymptome zeigen, sind umgehend von der Gruppe zu trennen und sofort von den Eltern abzuholen. 

Es ist aktuell von zentraler Bedeutung, dass Hygieneregeln, die bereits seit langem selbstverständlicher Bestandteil und grundlegend zu den Bildungs- und Erziehungsthemen in unserer pädagogischen Konzeption enthalten sind, streng eingehalten werden (alters- und entwicklungsentsprechende Verhaltensregeln z.B. Husten- und Niesetikette, sich nicht gegenseitig ins Gesicht fassen, Abstand halten, Händewaschen etc.). Dies erfolgt durch gemeinsames Händewaschen von Personal und Kindern (Vorbild/Nachahmung) und auch durch sprachliche Anleitung (Fingerspiel, Händewaschlied einführen und täglich ritualisiert einsetzen). 

Je jünger die Kinder sind, umso wichtiger sind Nähe und Körperkontakt. Kinder brauchen die beziehungsvolle Nähe zu ihren vertrauten Betreuungspersonen und das vor allem in dieser auch für sie schwierigen Zeit. Es ist bei der Betreuung von (kleineren) Kindern nicht möglich, einen Abstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten. Es gibt Körperkontakt in Pflege- und Ankleidesituationen, Kinder brauchen Körperkontakt zur Beziehungs- und Bindungssicherheit, vor allem auch in Krisensituationen, und beson-ders sehr junge Kinder benötigen die Kommunikation über Körpersprache einschließlich Mimik. Das Abstandsgebot kann damit nicht so beachtet werden, dass es einen effektiven Schutz darstellt. 

Das Abstandsgebot ist aber zwischen den Beschäftigten, zwischen den Beschäftigten und Eltern und zwischen Beschäftigten und Externen einzuhalten. Auch innerhalb des Gruppensettings sollte das Abstandsgebot zwischen den Betreuungspersonen soweit möglich gewahrt bleiben; eine vollständige Wahrung wird in aller Regel jedoch nicht möglich sein.

 Eine Schutzmaske muss getragen werden, 

·       in der Bring- und Abholsituation von allen Erwachsenen,

·        im Umgang mit anderen Erwachsenen immer dann, wenn der Abstand von 1,5 Metern im Kontakt nicht einzuhalten ist.

Der Einsatz von Mund-Nasen-Bedeckung oder weitergehender Schutzmasken für Kin-der wird unter Hinweis auf Gefahren durch unsachgemäßen Gebrauch (Kinder tauschen Mund-Nasen-Bedeckung etc.) und der damit eher einhergehenden Risikoerhöhung ausdrücklich abgelehnt. Unser waldorfpädagogisches Konzept setzt besonders in den ersten Lebensjahren auf das Motto: „Die Welt ist wahr, schön und gut.“ Vor allem aus diesem Grund ist jede möglicherweise angsteinflößende Handlung zu vermeiden, so auch das Tragen von Masken von Bezugspersonen.

Ein besonderes Augenmerk legen wir auf die Stärkung der partnerschaftlichen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Eltern. Zu berücksichtigen ist dabei, dass die Familien in den zurückliegenden Wochen evtl. starken Belastungen unterlegen waren und die Rückkehr bzw. der Eintritt der Kinder in den Kindergarten vielfach emotional sowohl mit Gefühlen der Entlastung, aber auch Sorgen oder Ängsten über mögliche Infektionsgefahren verbunden ist.

Deshalb möchten wir möglichst frühzeitig mit den Eltern über die bevorstehenden Änderungen im Zuge des eingeschränkten Regelbetriebes in den Austausch kommen und ihnen transparente Informationen über Änderungen des Ablaufs des Betreuungsalltages an die Hand geben.

Es ist uns sehr wichtig, die Familien und die Kinder darin zu unterstützen, ein Stück „Normalität“ und Struktur in dieser veränderten Situation zu finden und gemeinsam einen neuen Alltagsrhythmus zu entwickeln.

Viele Grüße von Vorstand und Kollegium des Waldorfkindergartens